STERILISATIONS-/ KASTRATIONSKAMPAGNE
Die Kastration/ Sterilisation ist die einzige ethische,
praktische, wirtschaftliche und definitive Methode, um die
Überbevölkerung von Haustieren dauerhaft zu kontrollieren. Es
ist ein einfacher chirurgischer Eingriff, der nur geringe
Risikos für das Tier mit sich bringt. Eher das Gegenteil ist der
Fall, er verhindert Krankheiten und zahlreiche Probleme wie z.B.
hormonell verursachte Tumore (An der Gebärmutter, der Prostata,
den Bustwarzen oder den Hoden), Infektionen der Gebärmutter,
venerische Erkrankungen, Scheinträchtigkeit, Tod während oder
nach dem Gebären der Welpen, Entkalkung, Flucht, Unfälle, Kämpfe
und Beissereien.
Ein kastriertes/ sterilisiertes Haustier ist oftmals:
häuslicher, wachsamer, gesünder, lebt länger und ist weniger
aggressief gegenüber der eigenen Familie.
Um dafür zu sorgen, dass eine solche Kampagne die wünschensweren
Resultate erzielt, muss diese massiv, systematisch, weit
reichend, frühzeitig und kostenlos sein.
Massiv
Drei Jahre lang muss jährlich mindestens 10% der geschätzten
Population kastriert/ sterilisiert werden. Kein Programm, dass
unterhalb dieses Prozentsatzes bleibt, wird erflogreich sein, da
die geometrische Fortpflanzung der Tiere den Einfluss auf die
Population gleich null werden liesse.
Wenn das Wachstum der Population gemässigt ist, nach dem dritten
Jahr der Kastrationen/ Sterilisationen, kann man die Intensität
des Programms langsam reduzieren.
Nimmt man als Beispiel eine Region mit 400.000 Einwohnern mit
einer geschätzten Tierpopulation von 100.000 (Verhältnis Hund:
Einwohner 1:4), rechnet man 10.000 Kastrationen/ Sterilisationen
als “massiv”.
In den Städten, in denen eine grössere Anzahl Sterilisationen/
Kastrationen in kürzerer Zeit durchgeführt wird, wird man die
Population viel schneller unter Kontrolle haben.
Ein Beispiel hierfür ist Santa Teresa, Provinz Santa Fe,
Argentinien, in der die Überbevölkerung von Hunden nicht mehr
existiert.
Systematisch
Das Programm muss kontinuierlich fortgesetzt werden und darf
nicht unterbrochen werden. Das Schema muss der Bevölkerung
zugänglich sein. Die Dienste können telefonisch oder persönlich
angeboten werden. Wichtig ist, dass kurzfristige Zeiträume
gehandhabt werden und hierbei eine Woche nicht überschritten
wird. Dies wird garantieren, dass die Desertion Fast null sein
wird. Übersteigt die Desertion 10%, muss man extra Termine in
Erwägung ziehen.
Beispiel: Alte. Brown berechnete, dass seine Variable
“Desertion” zwischen 10 und 15% liegen würde, darum wird diese
Variable durch extra Termine/ Überstunden kompensiert.
Weit reichend
Es ist essentiell, dass man das Programm in der Umgebung der
Stadtteile durchführt, speziell dort, wo es viele Haustiere,
ausgesetzte Tiere und Tiere, die sich dort ab und zu aufhalten,
gibt und wo Menschen wohnen, die nicht die finanziellen Mittel
haben, um einen Tierarzt/ ein Antitollwutzentrum aufzusuchen.
Es ist nicht notwendig, dass Gemeinden mobile
Operationseinheiten anschaffen, um die Tiere dort zu
sterilisieren/ kastrieren. Dies sind absolut überflüssige
Kosten.
Es wurden bereits zahlreiche Erfahrungen mit improvisierten
Operationszimmern in Gemeinden gemacht. Hierbei kann man an Orte
wie Schulen, Clubs, Gemeindezentren u.ä. denken. Die Sterilität
der Operationszimmer ist abhängig vom Verantwortungsbewusstsein
und der Sorgfältigkeit des diensthabenden Tierarztes. Ein gutes
Beispiel hierfür ist die Gemeinde Rosario, Argentinien.
Frühzeitig
Um ein Resultat erzielen zu können ist es absolut notwendig,
dass die Kastration/ Sterilisation in jungem Alter durchgeführt
wird. Immer, bevor eine Hündin ihren ersten Wurf hat,
ansonsten verändert sich der Faktor von 1 in 5.
Dies bedeutet: Wenn eine Hündin sterilisiert wird, nachdem sie
ihre resten 5 Nachkommen hat (durchschnittliche Anzahl) und von
diesen Nachkommen drei Hündinnen sind, die sich frei bewegen und
nicht sterilisiert sind, hat die Methode keinen Effekt mehr, da
die Überbevölkerung das Resultat der Sterilisation zunichte
macht.
DIE FORTPFLANZUNG BEGINNT BEI EINER HÜNDIN
(50% jeden Wurfes sind Hündinnen)
|
GEOMETRISCHES FORTSCHREITEN DER FORTPFLANZUNG |
|
HUNDE |
KATZEN |
|
1. Jahr
8 |
1. Jahr
12 |
|
2. Jahr
16 |
2. Jahr
66 |
|
3. Jahr
48 |
3. Jahr
382 |
|
4. Jahr
134 |
4. Jahr
2.201 |
|
5. Jahr
402 |
5. Jahr
12.680 |
|
6. Jahr
1.206 |
6. Jahr
73.041 |
|
7. Jahr
3.618 |
7. Jahr
420.715 |
|
GESAMT 5.432 |
GESAMT
509.097 |
Quelle:
Diese Daten kommen aus der Information “Los beneficios de
esterilizar a los animales domésticos” (der Nutzen der
Sterilisation von Haustieren) der American Human Association,
U.S.A. (basiert auf 2 Würfen pro Jahr von einem Pärchen nicht
kontrollierter Tiere)
Geamtanzahl Welpen, geboren von EINER HÜNDIN und ihren
Nachkommen in sieben Jahren:
5.432
Geamtanzahl Kätzchen, geboren von EINER KATZE und ihren
Nachkommen in sieben Jahren: 509.097
__________________________________________________________________________
Daraus folgt am Beispiel der Hunde:
Wird EINE Hündin sterilisiert, werden in sieben
Jahren nicht geboren:
................... 5.432 Welpen
Werden 10 Hündinnen sterilisiert,
werden in sieben Jahren nicht geboren: .............
54.320 Welpen
Werden 100 Hündinnen sterilisiert,
werden in sieben Jahren nicht geboren:............ 543.200
Welpen
Werden1.000 Hündinnen
sterilisiert, werden in 7 Jahren nicht geboren: 5.432.500 Welpen